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Kleine Kräuterkunde: Basilikum

Was gehört zu Tomate-Mozzarella? Natürlich frisches Basilikum. Wohl dem, der im Garten oder auf dem Balkon ein oder mehrere Basilikum-Pflanzen hat. Natürlich gibt es diese Gewürzpflanze auch in Supermärkten für das Fensterbrett in der Küche, jedoch halten diese Pflanzen oft nicht allzu lang.

Was ist Basilikum?

Basilikum ist eine Gewürzpflanze und eine Heilpflanze. Als Gewürzpflanze eignet er sich perfekt als Zugabe zu Salaten. Natürlich ist er ideal für Tomate-Mozzarella-Salate. Man kann den Basilikum auch trocknen und so in gekochte Gerichte geben.

Als Heilpflanze kannst Du zum Beispiel einen Tee aus Basilikum kochen. Er hilft bei Verdauungsproblemen und stärkt die Verdauungsorgane. Selbst bei Migräne kann der Basilikum-Tee helfen.

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Meine Tipps zur Pflege Deines Basilikums

Damit Du lange Freude an Deinem Kräutertopf hast und er Dich eine ganze Weile in Deiner Küche begleitet, habe ich ein wenig recherchiert und ein paar nützliche Tipps für Dich gesammelt. Sei Dir jedoch bewusst, dass der Basilikum in unserer Klimazone eine einjährige Pflanze ist.

Gib ihm mehr Platz

Du hast einen Topf Basilikum bei Deinem Wocheneinkauf aus dem Supermarkt mitgebracht und freust Dich über die saftig grünen Blätter und die buschige Fülle. Aber für die Zukunft der Pflanze ist es nun wichtig, dass sie mehr Platz bekommt, damit sich die Wurzeln weiter ausbreiten können. Die Pflanzen aus dem Supermarkt sind viel zu eng gepflanzt. Aber es gibt eine gute Idee, mit Du Deinen Basilikum überleben und vermehren kannst.

Nimm also einen Topf aus dem Supermarkt, vier leere Blumentöpfe, Pflanzenerde und im Idealfall etwas Sand dazu.

Bereite die Blumentöpfe vor, indem Du die Erde einfüllst. Hast Du Sand zur Verfügung, mische ihn unter die Erde. Nun schneide die oberen Triebe von den Stengeln ab und nehme die Pflanze dann aus ihrem Topf. Teile die Pflanze ganz vorsichtig in 4 gleichgroße Teile.

Gib in jeden Deiner vorbereiteten Blumentöpfe eine Pflanze und fülle mit Erde auf, die Du dann leicht andrückst. Gieße dann die neuen Pflanzen gut an und stelle sie an einen warmen und sonnigen Ort. Du wirst sehen, schon 2 Wochen später kannst Du die ersten Triebe wieder ernten. Das ist auch wichtig, damit sich die Triebe verdoppeln können und üppig nachwachsen.

Lass ihn nicht blühen

Ja, Dein Basilikum kann blühen. Das sieht hübsch aus, aber das willst Du nicht, wenn Du ihn weiterhin als Gewürz- oder Heilpflanze nutzen möchtest. Denn nach der Blüte wird er leider eingehen. Ein Mythos ist, dass man die Blätter eines blühenden Basilikums nicht mehr essen kann. Das stimmt nicht. Die Blätter schmecken etwas bitter, aber Du kannst sie immer noch wunderbar bei gekochten Gerichten verwenden. Durch das Kochen verlieren die Blätter ihre Bitterstoffe wieder.

Damit der Basilikum nicht blüht, musst Du ihn regelmäßig ernten. Dabei achte darauf, dass Du nicht nur einzelne Blätter von den Zweigen zupfst. Zum richtigen Ernten nimmst Du eine Schere und schneidest den Stengel oberhalb neuer kleinen Triebe sauber ab. An dieser Stelle verdoppeln sich die Triebe, wodurch die Pflanze buschiger wird.

Basilikum haltbar machen

Wenn Du gerade keinen Bedarf mehr an frischem Basilikum hast, ihn aber verbrauchen musst, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, um ihn haltbar zu machen.

Einfrieren
Zupfe die Blätter ab, wasche sie und lass sie etwa eine Stunde lang gut trocknen. Gib sie dann ganz oder klein gehäckselt in einen Gefrierbeutel. So kannst Du den Basilikum einfrieren und später nutzen.

Trocknen
Um die Kräuter zu trocknen, schneide alle Stengel kurz über der Erde ab und binde sie zu einem Strauß zusammen. Hänge den Strauß an einen warmen und trocknen Ort im Schatten auf. Wenn die Pflanze vollständig getrocknet ist, schneide sie klein und bewahre sie in einer schließbaren Dose – am besten luftdicht – auf.

Öl herstellen
Zupfe die Blätter ab, wasche sie. Fülle eine hübsche Glasflasche mit Olivenöl und gib ein paar Knoblauchzehen und einige Basilikumblätter dazu. Fülle nun die Flasche komplett mit Öl auf und lass sie für 14 Tage fest verschlossen stehen. Das Öl schmeckt zum Beispiel super zu Nudeln.

Basilikum Salz
Statt den Basilikum verwelken zu lassen oder gar weg zu schmeißen, versuche doch selbstgemachtes “Basilikum-Salz” herzustellen. Dafür zupfe die restlichen Blätter von Deiner Pflanze, wasch sie ab und lass sie wieder gut trocknen. Dann zerhäcksel die Blätter und gib sie in eine Schüssel mit Meersalz. Verrühre alles gut und verteile es auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Lass das Gemisch bei ca 50° C rösten und wende es regelmäßig. Nach dem Rösten lässt Du das Salz abkühlen und füllst es in einen hübschen Behälter.

Eine Flasche selbstgemachtes Öl mit einem Gläschen Basilikum-Salz eignet sich auch wunderbar als Geschenk.

Wissensdurst noch nicht gestillt? Auf Wikipedia erfährst Du mehr.